Ko-Autoren-System

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Ko-Autoren-Systeme (Joint Authoring), aufgebaut auf Hypertextmodellen, unterstützen die Dokumenterstellung und –bearbeitung durch einen oder mehrere Autoren (Multiuser-Editors), da die überwiegende Anzahl aller Schriftstücke in Organisationen von mehr als einer Person bearbeitet werden. Im Gegensatz zum Editieren von Text erstreckt sich die Zusammenarbeit von Ko-Autoren, die hauptsächlich asynchron durchgeführt wird, über einen längeren Zeitraum. Bei der Bearbeitung von Dokumenten besteht die Möglichkeit, synchron Änderungen an verschiedenen Stellen vorzunehmen. Diese Groupware-Systeme bestehen aus Text, Kommentaren und Anmerkungen zu den Kommentaren. Damit erneut Konflikte vermieden werden, wird über soziale Protokolle,z.B. Gespräche, jedem Abschnitt ein Autor zugeteilt. Einige Ko-Autoren-Systeme besitzen zusätzlich auch Mechanismen zur Nebenläufigkeitssteuerung, damit die Zusammenarbeit mehrerer Personen ohne Konflikte funktionieren kann. Ein bekanntes Beispiel ist „Quilt“, das koordinierende Funktionen durch Bereitstellen von Planungshilfen oder gemeinsame Datenverwaltung bereitstellt.
Der Vorteil solcher Systeme liegt in der integrierten Gruppenarbeit mit schnellerer oder qualitativ hochwertigerer Dokumenterstellung und Möglichkeiten zur Diskussion von Anmerkungen. Nachteilig ist, dass reines Joint Authoring eine extrem komplexe Software erfordert, die nur wenige Systeme unterstützen.

Literatur

  • Bate, J.; Travell, N.; Waller, A.: Groupware. Business success with computer supported cooperative working. Oxfordshire, 1994.
  • Bauknecht, K.; Mühlherr, T.; Sauter, C.; Teufel, S.: Computerunterstützung für die Gruppenarbeit. Zürich, 1995.
  • Dix, A.; Finlay, J.; Abowd, G.; Beale, R.: Human-Computer Interaction. Edingburg Gate (u.a.): Pearson Education Limited, 2004. S. 663-715.
  • Schwabe, G.; Streitz, N.; Unland, R.: CSCW-Kompendium. Lehr- und Handbuch zum computerunterstützten kooperativen Arbeiten. Springer: Berlin, 2001.
Fakten zu „Ko-Autoren-System
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