H-Index

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Die Idee des H-Index geht auf ein Paper des Physikers Jorge Hirsch aus dem Jahr 2005 zurück und kann dem Bereich der Zitatenanalyse zugerechnet werden. Der H-Index eines Wissenschaftlers ergibt sich aus der Anzahl seiner Publikationen mit einer Anzahl von mindestens H Zitationen. Ein H-Index von 5 bedeutet also, dass ein Wissenschaftler 5 Artikel veröffentlicht hat, die alle 5 mal zitiert worden sind.

Der Vorteil dieser Berechnungsmethode gegenüber der Zählung der Anzahl der von einem Wissenschaftler veröffentlichen Publikationen ist, dass nur diejenigen Publikationen gewichtet werden, die auch von der Fachwelt zu Kenntnis genommen werden. So könnte der Wissenschaftler aus dem oben genannten Beispiel über 100 Arbeiten veröffentlicht haben, aber dennoch nur einen H-Index von 5 aufweisen. Gegenüber der Auswertung der Anzahl der Referenzen auf die Arbeiten eines Wissenschaftlers hat die Methode den Vorteil, dass einzelne Arbeiten mit sehr vielen Zitationen kein übermäßiges Gewicht erhalten. Der Forscher aus dem oben genannten Beispiel könnte also eine Arbeit mit über 100 Zitationen veröffentlicht haben, aber dennoch nur einen H-Index 5 aufweisen. Es könnte sogar soweit kommen, dass ein bestimmter Autor über 100 Arbeiten veröffentlicht hat, von denen auch eine über 100 mal zitiert worden ist, er dennoch aber nur einen H-Index von 5 hat.

Obwohl die Vorteile des H-Index gegenüber bisher verwendeten Methoden Vorteile aufweisen, ist es noch nicht geklärt, ob der Index auf Forscher in allen Bereichen übertragen werden kann. Gerade in den Geisteswissenschaften hat sich in der Vergangenheit gezeigt, dass es vorkommen kann, dass einzelne Forscher ein einziges Werk vorlegen, das eine immense Bedeutung für die Wissenschaft hat. Außerdem begünstigt der H-Index die Publikation von Zeitschriftenartikeln, da diese genauso viel zählen wie Buchveröffentlichungen.

Literatur[Bearbeiten]

Hirsch, J. E. (2005). An index to quantify an individual’s scienti?c research output. LANL ArXiv.

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