CSCW

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Begriffsklärungen

Computer Supported Cooperative / Collaborative Work (CSCW)

Computer Supported Cooperative Work ist die Bezeichnung des Forschungsgebietes, welches interdisziplinär untersucht, wie Individuen gestützt auf Informations- und Kommunikationstechnologie in Arbeitsgruppen zusammenarbeiten.

Kommunikation

„Kommunikation ist die Verständigung mehrerer Personen untereinander.“

Kooperation

„Kooperation bezeichnet jene Kommunikation, die zur Koordination und zur Vereinbarung gemeinsamer Ziele notwendig ist.“

Kollaboration

„Während in Arbeitsgruppen Tätigkeiten individuell gelöst werden können (Kooperation), ist in Teams ein Zusammenwirken für die Zielerreichung (Kollaboration) erforderlich.

Koordination

„Koordination bezeichnet jene Kommunikation, welche zur Abstimmung aufgabenbezogener Tätigkeiten, die im Rahmen von Gruppenarbeit ausgeführt werden, notwendig ist.“

Unterscheidung in der Literatur

„Der Begriff „Kollaboration“ ist im Deutschen zwar negativ belegt, hat sich jedoch in deutschsprachigen Publikationen zu kollaborativem Lernen fest etabliert und fungiert als direkte Übersetzung des englischen Begriffs „collaboration“. Was Kollaboration von Kooperation in der englischsprachigen Literatur unterscheidet, ist die Akzentuierung der Wissensteilung und der gemeinsamen Wissenskonstruktion gegenüber der bei der Kooperation fokussierten Arbeitsteilung.“

In diesem Artikel werden die Begriffe Kooperation und Kollaboration getrennt verwendet, da beide Begriffe in diesem Artikel, in Anlehnung an Reinmann-Rothmeier / Mandl, eine verschiedene Bedeutung haben.

Ziele der CSCW Technologien

Grundsätzlich werden in dieser Arbeit alle Ziele unter dem Gruppenaspekt betrachtet.

„Gruppen sind soziale Systeme von zwei oder mehr Personen die durch gegenseitige Kenntnis und potentielle gegenseitige Interaktion miteinander verbunden sind.“ McGrath 2001

Die Ziele der CSCW / CSCL Technologien sind hauptsächlich:

   * die Unterstützung von Gruppenprozessen
   * die Erhöhung der Effektivität und Effizienz
   * der Austausch und die Produktion von Wissen in einer Gruppe.

Technologien

Es gibt verschiedene Arten der computerunterstützten Gruppenarbeit. Es wird in der verwendeten Literatur, je nach Ziel der Unterstützung der Gruppenarbeit, häufig unterteilt in kommunikationsorientierte, kollaborationsorientierte / kooperationsorientierte und koordinationsorientierte Werkzeuge (s.Abb.3, S.5). Es erfolgt eine weitere Unterscheidung in synchrone und asynchrone Werkzeuge. Synchron bedeutet, dass man zur selben Zeit eine Tätigkeit ausübt. Asynchron bedeutet, dass eine Tätigkeit zu verschiedenen Zeiten ausgeübt wird.

Dimensionale Klassifikation

Folgende Grafiken zeigen, in welche dimensionale Klassen, also Raum und Zeit, die Werkzeuge zur Unterstützung der Gruppenarbeit eingeteilt werden können.

Tabellecscw.jpg (in Anlehnung an Johansen 1998)

Hierzu muss gesagt werden, dass durch den Wandel der Kommunikationsmöglichkeiten im Laufe der letzten Jahre diese Raum-Zeit-Matrix nicht mehr gültig ist. Es gibt keinen ortsbezogenen „realen“ Raum mehr, an dem man sich aufhalten muss. Durch das Internet wird man ortsunabhängig und somit entsteht ein virtuelles Medium. Man kann die Anwendungen an jedem Ort zu jeder Zeit benutzen, im Flugzeug, Zug, im Ausland usw.

Funktionale Klassifikation

Nach Teufel et al. gibt es auch die Unterteilung in funktionale Klassen, also die Funktion, die mit der entsprechenden Applikation unterstützt werden soll. Nachfolgende Abbildung stellt diese Klassifikationsmöglichkeit dar.

FunktKlassi.jpg (nach Teufel et al. 1995)

Da mehrere verschiedene Funktionen in den einzelnen Applikationen integriert sind, kann keine eindeutige Zuordnung erfolgen.

Kommunikationsorientierte Werkzeuge

Zunächst einmal sollen, basierend auf der funktional-dimensionalen Einteilung von Teufel et Al., die Werkzeuge zur Unterstützung der Kommunikation innerhalb einer Gruppe behandelt werden.

Synchron

Synchrone Werkzeuge sind in diesem Zusammenhang gruppenorientiert und dienen einem synchronen Informationsaustausch von Personen an verschiedenen Orten. Zu den synchronen Werkzeugen zählen u.A. Konferenzsysteme. Diese werden wiederum unterteilt in

  • Textuelle Konferenzsysteme
  • Audiobasierte Konferenzsysteme und
  • Videobasierte Konferenzsysteme.

Textuelle Konferenzsysteme sind meist internet- oder intranetbasiert. Hierzu gehören zum Beispiel Chatsysteme oder Instant Messaging, wie ICQ. Mit ihnen kann man auf schriftlicher Basis mit mehreren Teilnehmer gleichzeitig kommunizieren. Zu den audiobasierten Konferenzsystemen gehören VOIP (Voice over IP), das Telefon oder ISDN-Konferenzen. Hier wird nur durch das Sprechen miteinander kommuniziert.

Videobasierte Konferenzsysteme unterstützen den audiovisuellen Austausch von Informationen. Auch hier kann man beispielsweise über den PC miteinander in Kontakt treten.

Asynchron

Das wohl am weitesten verbreitete asynchrone Werkzeug ist die E-Mail Kommunikation. Sie ist internet- oder intranet-basiert und hat verschiedene Vor- und Nachteile. Vorteilhaft ist, dass keine gleichzeitige Anwesenheit von den Kommunikationspartnern erwartet wird und dass nur ein geringer Realisierungsaufwand herrscht. Nachteilhaft ist, dass Mimik und Gestik fehlen und es dadurch zu Fehlinterpretationen des Inhaltes kommen kann. Außerdem kann oftmals nicht beurteilt werden, ob das Gegenüber anwesend ist bzw. ob die E-Mail aufmerksam gelesen wird oder nicht.

Computerkonferenzsysteme werden häufig von geschlossenen Gruppen benutzt, was einen Nachteil darstellen kann, da nicht jeder Teilnehmer frei auf diese Systeme zugreifen kann. Allerdings kann dieser Umstand auch einen Vorteil darstellen, da eine gewisse Anonymität innerhalb der Gruppe herrscht und man so vor unberechtigtem Zugriff geschützt werden kann.

Die Bulletin-Board-Systeme dienen zum Meinungs-, Informations- und Erfahrungsaustausch. Man kann sie sich wie Foren vorstellen. Ein Beispiel hierfür ist das Programm LotusNotes. Hier ist ein Download von Dateien möglich. Mittels News-Server kann eine Verwaltung der neuen Threads erfolgen und auch Zugangsberechtigungen können durch den News-Reader vergeben werden.

Die Newsgroups werden benutzt um Ankündigungen zu machen, Fragen von Teilnehmern zu beantworten oder auch um allgemeine Themen zu diskutieren. Positiv ist hier, dass jeder auf die News zugreifen kann. Dadurch entsteht aber auch wieder das Problem des Anonymitätsverlustes.

Den letzten Punkt der asynchronen Werkzeuge stellen verteilte Hypertext-Systeme dar. Hier kann man zum Beispiel Wiki-Systeme nennen. Sie werden im Allgemeinen als Nachschlagewerk verwendet, können aber gleichzeitig auch als Instrument des internen Wissensmanagements in Unternehmen genutzt werden.

Kollaborationsorientierte Werkzeuge

Kollaborationsorientierte Werkzeuge dienen der Zusammenarbeit verschiedener Menschen in Gruppen, um gemeinsam ein bestimmtes Ziel zu erarbeiten. Hier steht die Wissensteilung und gemeinsame Produktion von neuem Wissen im Vordergrund.

Synchron

Zu den synchronen kollaborationsorientierten Werkzeugen gehören beispielsweise Netscape Conference und Microsoft NetMeeting.

Netscape Conference ist ein real-time multimedia Kommunikationstool für Internet und Intranet User. Nicht wie bei der E-Mail- oder Newsgruppen-Kommunikation, die zeitversetzt funktioniert, passiert die real-time Kommunikation zeitgleich. Wie bereits erwähnt, ist ein Telefonat beispielsweise eine real-time Kommunikation. In Netscape Conference ist ein Audiotool, ein Whiteboard und ein Chat integriert.

Microsoft NetMeeting ist ein Tool für die IP-Telefonie (VOIP), Videokonferenzen, Chat und Datentransfer. Des Weiteren kann man Microsoft-Programme wie Word und Paint in Zusammenarbeit nutzen. Es ist auch möglich sich auf einen anderen PC über das Netzwerk zu verbinden. Mit der eigenen Tastatur bzw. Maus steuert man dann den PC im Netzwerk, wobei der eigene Monitor die Ausgabe des anderen PCs anzeigt. [Vgl. Wikipedia]

Die nachfolgenden Abbildungen geben einen Eindruck, wie die Benutzeroberfläche der verschiedenen Werkzeuge aussehen kann.

Netscape.jpg

Asynchron

Lotus.jpg

Lotus Notes ist ein dokumentorientiertes, verteiltes Datenbanksystem, welches der Kategorie Groupware zuzuordnen ist. Anwendungen wie E-Mail inklusive Kalender und Aufgabenliste, sowie E-Diskussion-Tools, „TeamRoom“ und Andere, sind inbegriffen. [Vgl. Wikipedia] Der oben eingefügte Screenshoot ist ein Beispiel, wie eine Lotus Notes Oberfläche aussehen kann. Lotus Notes ist sehr komplex und erfordert daher eine Einarbeitung der Benutzer.

Groupware bzw. Gruppen-Software bezeichnet eine Software, die die Zusammenarbeit in einer Gruppe unterstützt, auch über die zeitliche oder räumliche Distanz hinweg. Groupware setzt die theoretischen Grundlagen der computerunterstützten Gruppenarbeit in eine Anwendung um. [Vgl. Wikipedia] Die theoretische Grundlage der CSCW ist die Umsetzung des Gruppenprozesses, von einem Anfangszustand in einen Endzustand.

Kritikpunkt Einteilung

Grundsätzlich muss an der Einteilung „synchron / asynchron“ Kritik ausgeübt werden.

Synchron bedeutet, dass ein bestimmter Vorgang zeitgleich stattfindet bzw. sofort reagiert werden kann. Aber auch bei Chatsystemen wie ICQ muss eine bestimmte Zeit abgewartet werden, bis das Gegenüber antwortet. Beim Telefonieren kann man sein Gegenüber beispielsweise unterbrechen. Das funktioniert bei einem Chatsystem wie ICQ nicht. Daraus resultiert, dass eine Einteilung in synchron und asynchron problematisch ist und grundsätzlich nicht richtig ist. Man könnte sagen ein Werkzeug ist „eher“ synchron oder „eher“ asynchron, je nachdem wie schnell auf eine Nachricht reagiert werden kann.

Koordinationsorientierte Werkzeuge

Koordinationsorientierte Werkzeuge dienen der Abstimmung von bestimmten Tätigkeiten.

Mit den Workflow-Management-Systemen (WFMS) soll das Geschäftsprozessmanagement technologisch unterstützt werden. Ein Workflow (dt. Arbeitsablauf) ist eine endliche Folge von Aktivitäten, die durch ein Ereignis ausgelöst und beendet werden. Das Workflow-Management umfasst alle Aufgaben, die bei der Modellierung, Simulation, Ausführung und Steuerung von Workflows erfüllt werden müssen, meist im administrativen Bereich eines Unternehmens. [Vgl. Teufel] Mit Workflow-Management-Systemen werden hauptsächlich strukturierte Aufgaben und Prozesse unterstützt (z.Bsp. Schadensabwicklung in einer Versicherung). Im Gegensatz dazu unterstützt Groupware eher unstrukturierte Prozesse. Folgende Ziele werden mit der Einführung von diesen Systemen verfolgt:

  • Datenqualitätsverbesserung der Stammdaten
  • Erhöhung der Informationsverfügbarkeit
  • Erhöhung Prozesstransparenz
  • Erhöhung der Prozessflexibilität
  • Kontrolle des Daten- und Dokumentenflusses
  • Kostenreduktion durch Zeit- und Ressourcen-Optimierung
  • Reduktion von Bearbeitungszeiten und Kosten
  • Schnellere Kundenauftragsbearbeitung
  • Verbesserung der Prozessqualität
  • Vereinheitlichung der Prozesse
  • Verbesserung von Durchlaufzeiten
  • Vermeidung von Medienbrüchen

Vorteile eines solchen Systems sind die bessere Abstimmung der Aktivitäten der einzelnen Personen und auch der bessere Informationsfluss zwischen den Aktivitäten. Nachteilig ist die dadurch entstehende Festlegung der Arbeitsabläufe, wodurch die Flexibilität beeinflusst werden kann. Auch herrscht eine starke Kontrolle und Einschränkung der Akteure vor. Außerdem mangelt es an der Unterstützung der Prozesse bei ad-hoc-Situationen.

Kooperationsorientierte Werkzeuge

Kooperation ist das Zusammenwirken verschiedener Menschen in Gruppen. Nach Reinmann-Rothmeier / Mandl ist der Aspekt der Arbeitsteilung, also dass jeder Teilnehmer selbst sein Wissen erweitert und mit den neu gewonnenen Informationen zur Gruppenarbeit beiträgt, der Aspekt, der die Kooperation von der Kollaboration unterscheidet. Hierzu zählt u.A. das Workgroup Computing. Es wird versucht durch rechnergestützte und vernetzte Systeme die Zusammenarbeit der Personen zu erleichtern oder erst zu ermöglichen.

Dazu gehören folgende Komponenten:

  • GDSS (Group Decision Support Systems)
  • Planungssysteme (Ressourcen- und Terminplanung)
  • Gruppeneditoren
  • Sitzungsunterstützungssysteme

Die Group Decision Support Systems unterstützen bei der Entscheidungsfindung durch die Strukturierung der Verhandlungs- bzw Argumentationsvorgänge. Vorteile dieser Systeme sind, dass die Benutzer trotz zeitlich und räumlicher Trennung gemeinsam zu einem Entscheidungsprozess beitragen können. Durch die Dokumentation wird im besten Fall ein gleicher Wissensstand erreicht. Die Komplexität kann maßgeblich reduziert werden und auch ein Rückgriff auf vorherige Argumentationen ist möglich. Auch neue Benutzer können sich schnell in das System einarbeiten.

Die Planungssysteme haben den Vorteil, dass alle Termine abrufbar sind und das System auch nach bestimmten Terminen suchen kann. Falls der gesuchte Termin noch nicht belegt ist, trägt das System umgehend automatisch den Termin ein. Die konsequente Eingabe ist zeitaufwendig und schränkt die Privatsphäre ein, da Kollegen wissen, wo man sich zur Zeit aufhält. Meist wird ein solcher Kalender nicht regelmäßig gepflegt und kann somit auch in die Irre führen.

Bei den Gruppeneditoren steht die gemeinsame Erstellung von Multimedia-Dokumenten im Vordergrund, zum Beispiel durch die Overlay-Technik, Bemerkungen oder Notizzettel.

Die Sitzungsunterstützungssysteme, wie beispielsweise die Electronic Meeting Systems (auch der Electronic Meeting Room) sind sehr teuer und es ist eine spezielle Ausbildung erforderlich, um sie zu bedienen. Anonymität ist allerdings gegeben und auch der Blickkontakt zu anderen Teilnehmern ist, trotz PC, möglich. Auch kann eine solche Konferenz mit mehr als 20 Personen durchgeführt werden und bleibt trotzdem übersichtlich und strukturiert. Auch der Wechsel zwischen direktem Blickkontakt und Computernutzung ist gegeben.

Problemstellung der Technologien

Alle Werkzeuge haben bestimmte Vor- und Nachteile. Welche die am besten geeignete Technologie ist, kann nicht pauschal beantwortet werden. Dies richtet sich nach den Aufgaben, die man mit der entsprechenden Technologie unterstützen möchte.

Verschiedene Probleme bei den kommunikationsorientierten synchronen Werkzeugen sind bekannt. Sie müssen einen größeren Nutzen als nur die Unterstützung von Besprechungen erfüllen, sonst finden sie keine Anwendung. Ein Beispiel wäre, dass eine bestimmte Konferenz obligatorisch ist, sich aber mit einer Dienstreise überschneidet. Hier ist es durch die Nutzung des internetbasierten Konferenzsystems möglich, trotzdem an der Dienstreise und der Konferenz teilzunehmen. Hier ist der höhere Nutzen erfüllt, da sich zwei wichtige Aufgaben miteinander vereinen lassen. Zu den Problemen der Werkzeuge ist zu sagen, dass die Gefahr der Überlastung des Nutzers mit zu vielen Informationen besteht, z. Bsp. durch Werbung in E-Mails oder Newsgruppen. Auch das Flaming, also eine Beleidigung oder ein provokanter Kommentar in Chats, Newsgruppen oder auch E-Mails ist ein bekanntes Phänomen. Auf weitere Probleme wurde bereits in den vorhergehenden Beschreibungen der Werkzeuge eingegangen.

Zusammenfassung

Es wurden also mehrere Arten von Werkzeugen für Computer Supported Cooperative /Collaborative Work wie auch für das Computer Supported Cooperative / Collaborative Learning vorgestellt. Man sollte immer bedenken, dass alle Werkzeuge ihre Vor- und Nachteile haben. Es gibt verschiedene Kriterien, die man bei der Auswahl der Werkzeuge berücksichtigen sollte. Diese sind unter Anderen die verschiedenen Gruppenmerkmale wie Größe und Struktur, sowie die Gruppenphänomene, die auftreten können. Welche Werkzeuge also am besten geeignet sind, kann nicht eindeutig bestimmt werden. Dies hängt immer davon ab, welche Vorgänge man unterstützen möchte. Grundsätzlich kann gesagt werden, dass eine Kombination mehrerer Werkzeuge sinnvoll ist und auch zu einer besseren Unterstützung und somit zu besseren Ergebnissen führen kann.

Ausblick

Die Möglichkeit des Internets erlaubt zunehmend eine Kooperationsunterstützung auf dieser Ebene und auch unternehmensübergreifend anzusiedeln, beispielsweise virtuelle Organisationsformen zu etablieren. Rechnerunterstützte Gruppenarbeit kann künftig auf integrierten Plattformen und ortsunabhängiger geleistet werden. [Vgl Lit.04] Jedoch stößt die virtuelle Organisationsform häufig auf Akzeptanzprobleme. Manche Verfahren sind bereits etabliert, wie zum Beispiel Chats und die E-Mail-Kommunikation, wie auch Telefonkonferenzen. Um die Akzeptanz zu erhöhen, wäre es möglich solche Funktionen in bereits bestehende Applikationen einzubauen.

Die Zukunft kollaborativer synchroner und asynchroner Werkzeuge ist vielversprechend. Immer stärker werden virtuelle Organisationsformen und ihre Werkzeuge von Unternehmen realisiert und zum Standard gemacht. Man kann beobachten, dass die Akzeptanz der Mitarbeiter gegenüber den Werkzeugen mit dem täglichen Gebrauch steigt. Es ist also auch hier wieder eine Frage der Gewohnheit. Natürlich können diese Werkzeuge die Face-to-Face-Kommunikation nicht ersetzen, zumindest jedoch erleichtern und über die Unternehmensgrenzen hinweg unterstützen. Immer stärker wird die globale Kooperation der Firmen und Mitarbeiter miteinander möglich. Es entsteht eine veränderte Mobilität, sowie neue Formen des Arbeitens und Lernens.

Quellen

  • Haake, J.; Schwabe, G.; Wessner, H. (Hrsg.) (2004): CSCL- Kompendium: Lehr- und Handbuch zum computerunterstützten kooperativen Lernen. Oldenburg: Berlin.
  • Herczeg, Michael; Prinz, Wolfgang; Oberquelle, Horst (Hrsg.) (2002): Mensch & Computer; 2002: Vom interaktiven Werkzeug zu kooperativen Arbeits- und Lernwelten. Stuttgart.
  • Johansen, Robert (1988). Groupware: Computer Support for Business Teams, New York: Free Press.
  • Luckhardt, Heinz-Dirk (Hrsg.): Terminosaurus Rex der Informationswissenschaft, Universität des Saarlandes. Online verfügbar unter: http://server02.is.uni-sb.de/trex/ Suchbegriff: CSCW, CSCL (letzter Zugriff 10.03.07).
  • Nohr, Holger (2004) CSCW. In: Kuhlen, Rainer; Seeger, Thomas; Strauch, Dietmar (Hrsg.) Grundlagen der praktischen Information und Dokumentation. (5.Aufl.) K.G. Saur: München. S.453-460.
  • Schönichen, Claudia (1995) CSCW (Computer Supported Cooperative Work): Mögliche Anforderungen aus Benutzersicht: Ein State-of-the-Art-Report. Universität: Saarbrücken. Magisterarbeit.
  • Schwabe, Gerhard; Streitz, Norbert; Unland, Rainer (Hrsg.) (2001) CSCW -Kompendium: Lehr- und Handbuch zum computerunterstützten kooperativen Arbeiten. Springer: Berlin.
  • Teufel, Stephanie; Sauter, Christian; Mühlherr, Thomas; Bauknecht, Kurt (1995): Computerunterstützung für die Gruppenarbeit. Addison-Wesley: Bonn.
  • Wikipedia – die freie Enzyklopädie. Online verfügbar unter: http://de.wikipedia.org/wiki/Hauptseite Suchbegriffe: CSCW, CSCL (letzter Zugriff 10.03.07).

Verwandte Begriffe

Fakten zu „CSCW
BroaderTelekommunikation +
DefinitionComputer Supported Cooperative Work ist die Bezeichnung des Forschungsgebietes, welches interdisziplinär untersucht, wie Individuen gestützt auf Informations- und Kommunikationstechnologie in Arbeitsgruppen zusammenarbeiten +
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