Shared Work Surfaces

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Diese Groupware-Technologien “enable users, from their workstation, to access and sometimes manipulate the information being displayed on the screen of another workstation” (Bate, S.222). Zur räumlichen Überbrückung wird bei den gemeinsam genutzten Arbeitsoberflächen eine Meeting Room-Software für die Interaktion und Zusammenarbeit zwischen mehreren Filialstandorten eingesetzt. Die Kollaboration erfolgt nach dem Prinzip WYSIWIS und der Schreibrechtstrategie. Bei manchen Systemen können die Teilnehmer direkt von Hand auf den Bildschirm schreiben, was allen Beteiligten mittels Kamera oder sensitiven Screen angezeigt wird. Dadurch wird der Effekt erzeugt, als könnten alle synchron auf einen gemeinsamen Bildschirm ihren Beitrag verfassen. Im Gegensatz zu einem gewöhnlichen Meeting-Room, bei dem sich die Teilnehmer alle in einem Sitzungszimmer befinden, ergeben sich aufgrund der räumlichen Trennung neue Probleme. Um die sozialen Protokolle überhaupt zu ermöglichen, müssen zusätzliche Audiokommunikationskanäle und Videoverbindungen eingerichtet werden. Außerdem können Verzögerungen zwischen dem Zeitpunkt des Schreibens einer Person und dem Zeitpunkt des Erscheinens bei einer anderen zu Schreibkonflikten führen. In der Zukunft wird ein Open Shared Workspace angestrebt, bei dem transparente übereinanderliegende Bilder verschiedener Arbeitsbereiche angezeigt und Objekte durch mehrere Benutzer synchron beschrieben werden können (Overlay-Modus). Dadurch entstehen neue Möglichkeiten, die Zusammenarbeit räumlich getrennter Personen effektiver zu machen. Beispielsweise können Skizzen mit Hilfe einer Kamera auf den gemeinsam genutzten Bildschirm projiziert werden. Die anderen Teilnehmer können durch Bearbeitungsprogramme diese dann kommentieren und Verbesserungen vornehmen, die dann beim Beitragserstellenden durchsichtig über dem Videobild des Schreibtisches angezeigt werden. Die Werkzeuge zur gemeinsamen Nutzung von Arbeitsoberflächen können auch Kommunikationsvorgänge unterstützen, z.B. bei Sachverhalten, bei denen sich rein auditive Kommunikation als wenig effizient erweist. Zusätzlich kann beispielsweise eine Videoverbindung verwendet werden, um sowohl Personen, aber auch Objekte, wie Graphiken oder Baupläne zu übertragen. Bei der gemeinsamen Nutzung von Arbeitsoberflächen sind kurze Reaktionszeiten und eine schnelle Rückmeldung über Änderungen am bearbeiteten Objekt wichtig. Damit Teams Kooperationsprozesse erfolgreich durchführen können, dürfen Orientierungs- und Koordinationsmaßnahmen nicht zu kurz kommen.

Literatur

  • Bate, J.; Travell, N.; Waller, A.: Groupware. Business success with computer supported cooperative working. Oxfordshire, 1994.
  • Bauknecht, K.; Mühlherr, T.; Sauter, C.; Teufel, S.: Computerunterstützung für die Gruppenarbeit. Zürich, 1995.
  • Dix, A.; Finlay, J.; Abowd, G.; Beale, R.: Human-Computer Interaction. Edingburg Gate (u.a.): Pearson Education Limited, 2004. S. 663-715.
  • Schwabe, G.; Streitz, N.; Unland, R.: CSCW-Kompendium. Lehr- und Handbuch zum computerunterstützten kooperativen Arbeiten. Springer: Berlin, 2001.

Verwandte Begriffe

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